"Cyr" ist das neue Album von The Smashing Pumpkins.

CD der Woche

The Smashing Pumpkins mit „Cyr“

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Nach nur zwei Jahren sind die Smashing Pumpkins mit einem neuen Album zurück – unserer CD der Woche in der 50. Kalenderwoche. Dieses Mal klingt es allerdings ein bisschen anders als sonst.

Das letzte Album der Smashing Pumpkins, das etwas umständlich betitelte „Shiny and Oh So Bright, Vol. 1 / LP: No Past. No Future. No Sun“, ist kaum zwei Jahre her. Trotzdem sind die Smashing Pumpkins bereits wieder in Höchstform. 20 Tracks hat das neue Album „Cyr“, und laut eigener Aussage hatten die Pumpkins sogar noch mehr in petto. Bei der Musikauswahl für „Cyr“ mussten sie sich deswegen zwischen über 30 Songs entscheiden. Im Endeffekt sind die Lieder auf der Platte gelandet, die laut Drummer Jimmy Chamberlin ästhetisch und ideologisch am besten zur „Architektur“ des Albums gepasst haben.

Eine neue Musikrichtung

„Cyr“ ist schon das zweite Album, bei dem 3/4 der Originalbesetzung der Pumpkins wieder dabei ist. Da wäre es einfach anzunehmen, dass sich auch der Sound nicht groß geändert hat. Aber falsch gedacht! Statt lauter Gitarrenriffs und nöliger Texte gibt es dieses Mal nämlich ein Album, das mit allen Synthesizer-Wassern gewaschen ist. Wenig übrig ist vom alten Klang der Pumpkins, die sich jetzt mehr in eine elektrische Richtung orientieren. Die Texte sind dafür wie gewohnt völlig obskur, was man auch schon an der Schreibweise der Titel der Songs merkt: „Wyttch„, „Schaudenfreud“ oder auch „Adrenalynne„.

Single-Börse

Genauso ungewöhnlich wie der Sound sind auch die Singles aus „Cyr“. Insgesamt zehn Songs waren bereits vor Veröffentlichung des Albums als Single-Auskopplungen erschienen. Die erste Single davon war direkt der Titeltrack, „Cyr„.

Auch „The Colour of Love“ war bei dieser Single dabei. Der Song hat jedoch später ein ganz besonderes Musikvideo bekommen: Dazu haben die Smashing Pumpkins später die erste Episode ihrer Kurz-Serie „In Ashes“ veröffentlicht. Das ist als eine animierte Serie mit fünf Teilen angelegt; die ersten drei sind bereits auf YouTube zu sehen und fungieren auch gleichzeitig als Musikvideos für „The Colour of Love“, „Confessions of a Dopamine Addict“ und „Anno Satana„.

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Autor*in: Milena Graf