Auf dem Albumcover "Glowing In The Dark" von Django Django ist ein Kamel in einer Wüste zu sehen. Der Reiter trägt einen Totenkopf in der Hand. Umrandet ist dieses Wachsmalbild von einem schwarzen, dicken Rand.

CD der Woche

Django Django mit „Glowing In The Dark“

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Die britische Indie-/Dance-Band Django Django hat vor kurzem ihr mittlerweile viertes Album „Glowing In The Dark“ veröffentlicht. Die Scheibe ist ein richtiger Dancefloor-Kracher geworden, so viel sei vorweg verraten. Das ist unsere CD der Woche in Kalenderwoche acht.

Freund*innen des hemmungslosen Tanzens werden bei dieser Scheibe voll auf ihre Kosten kommen. Die Londoner Musikgruppe wurde vor über zehn Jahren gegründet und so mancher Fußball-Fan wird die Formation mit dem Videospiel FIFA in Verbindung bringen. Dort hat Django Django mit dem Lied „Hail Bop“ unter FIFA 2013, sowie mit „Tic Tac Toe“ unter FIFA 2018 die Playlists mit aufgemischt.

Das neue Album der vier Musiker ist alles andere als eintönig geworden. Mit einer Mischung aus Synthesizer-Elementen und knackigen Beats sowie dem typisch mehrstimmigen Gesang lässt es jede Schuhsole auf der Tanzfläche nur so glühen.

Energiegeladener Auftakt

Aufbruch und Ausbruch, Raus aus der Enge – räumlich und auch mental. Beim Reinhören in das Album wird sofort klar, dass die Band das Ende der Lockdown-Zeit einläuten will. Der Opener „Spirals“ des Albums soll symbolisch für die DNA stehen, also das, was alle Menschen im Kern zusammen vereint. Das Tempo beginnt moderat mit „kreiselnden Synthesizer-Elementen“ und steigert sich zunehmend, als wenn jemand am Drehknopf das Tempo ständig hochregelt. Und plötzlich ist der „Motor“ an und die Spannungen entladen sich – ein musikalisches Feuerwerk. Kurz und knackig (zwei Minuten und neun Sekunden!) geht es weiter – anders lässt sich „Right The Wrongs“ nicht beschreiben. Es geht sofort ans Eingemachte. Verantwortlich dafür ist ein knallharter Beat, der den Song so richtig antreibt.

Kooperationen

Dass Django Django auch gut mit Gastmusiker*innen zusammenarbeiten kann, beweist der Titel „Waking Up“. Die Sängerin kommt aus Frankreich und heißt Charlotte Gainsbourg, die Tochter von Serge Gainsbourg aus „Bonnie and Clyde“. Dies schlägt sich auch auf den Charakter des Liedes nieder – es bringt das Lebensgefühl aus der Zeit von Bandgrößen wie T Rex und Songs wie „Bonnie and Clyde“ zurück.

„Gang gemütlicher“ und danach wieder Vollgas

Das es zwischendurch auch mal etwas gemütlicher zugehen kann, beweist „Free From Gravity“. Reichlich Hall in der Stimme und Synthie-Einwürfe sind perfekt für einen letzten Song mit Freund*innen auf der Tanzfläche, bevor danach die Lichter im Club wieder angehen.

Wenn der gleichnamige Titel des Albums „Glowing In the Dark“ abgespielt wird, ist jedoch das Gegenteil der Fall und jede Tanzfläche wird zur Gefahrenzone. Die Beats sind deftig und die stotternde Stimme des Frontmans Vincent Neff einmalig. Daher ist es nicht verwunderlich, dass so mancher Remix von diesem Lied produziert wurde.

Fun Fact: Für „Glowing In The Dark„, das bereits im alten Jahr als Single-Auskopplung veröffentlicht wurde, ist ein Video durch den New Yorker Künstler Braulio Amado (unter anderem Aufträge von der New York Times) angefertigt worden. Django-Django-Sänger Vincent Neff folgt hier aus der Ferne den Regieanweisungen.

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Autor: Samir Khweiss